Titgemeyer entwickelt Logistik- und Servicekonzept konsequent weiter

Herr Schöpker, „bei TITGEMEYER tut sich was“ munkelt man in der Branche. Auf welche Bereiche im Unternehmen bezieht sich diese Erkenntnis?

GS: Bei TITGEMEYER tut sich kontinuierlich etwas – und das ist auch so gewollt. Wir haben die letzten Monate unter die Devise gestellt, das Serviceangebot für unsere Kunden deutlich zu erhöhen. Und den Weg dorthin wollen wir gehen, indem wir Fertigungsverfahren, Strukturen und auch Prozesse nachhaltig verändern. Und zwar dort, wo es sinnvoll ist. Zu diesen Veränderungen gehört zum Beispiel auch die Einführung des neuen Online-Shops Anfang Juni, die veränderten Servicezeiten und auch die Weiterentwicklung unserer neuen Logistikstruktur. Unser Ziel ist es, nicht nur den Service zu erhöhen, sondern auch gleichzeitig die Komplexität der organisatorischen Abwicklung zu reduzieren. Aber auch im Bereich der Produktentwicklung tut sich natürlich etwas bei TITGEMEYER: Wir werden auf der IAA einige neue Produkte vorstellen, die gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Wissenschaft entwickelt wurden.

 

Wie wird die Logistikstruktur bei TITGEMEYER zukünftig aussehen?

GS: Der Kunde erwartet zu Recht von uns, dass wir die bestellte Ware innerhalb kürzester Zeit bei ihm anliefern. Das ist auch unser Anspruch. Die internationale Transportlogistik ist in den letzten Jahren so schnell geworden, dass die Waren innerhalb Deutschlands in wenigen Stunden beim Kunden sein können. Eine interne Untersuchung hat ergeben, dass wir aufgrund der Investitionen der letzten Jahre in ein neues ERP-System, ein neues Lagerverwaltungsystem auf gleicher Basis und deutliche Kapazitätserweiterungen mit einer logistischen Zentralisierung unser Ziel der schnellstmöglichen Belieferungen besser erreichen können. Konkret heißt das, wir werden den Standort Osnabrück weiter ausbauen und auch neue Arbeitsplätze im Bereich Logistik und Vertrieb zur Verfügung stellen.

 

Ihr neuer Online-Shop ist Anfang Juni gestartet. Welchen Stellenwert spielt dieser Vertriebsweg in Ihrem Marketingkonzept?

GS: Der Online-Shop ist ein wichtiger Baustein, genau wie die Erweiterung der Servicezeiten. Der Online-Shop ist ein zusätzliches Vertriebs- und Informationsmedium, das rund um die Uhr zur Verfügung steht. Es laufen ja nicht nur Bestellungen darüber. Der Fahrzeugbauer hat jetzt auch die Möglichkeit, jederzeit Preis- und Verfügbarkeitsabfragen zu starten. Die Produktpalette von derzeit gut 2.500 Artikeln wird kontinuierlich erweitert und zu fast jedem gefundenen Produkt stehen ausführliche Informationen zur Verfügung: Mit Zeichnungen, technischen Daten und weiteren Details. Schon die ersten Wochen haben gezeigt, dass dies genau der richtige Schritt war. Der Andrang ist groß, mittlerweile sind die meisten Stammkunden auch im Online-Shop aktiv.

 

TITGEMEYER ist doch bekannt für seine große Außendienstorganisation. Wenn so viele Bestellungen über den Online-Shop laufen, welche Aufgaben hat dann noch der Außendienst?

GS: Unser Außendienst ist nach wie vor eine wichtige Anlaufstelle, wenn es um fundierte Beratung geht. Dort stecken die kompetenten Fachberater, die aus der Praxis kommen. Und die werden zusätzlich noch einmal von den Anwendungsberatern unterstützt. Durch den Online-Shop hat der Außendienst jetzt die Möglichkeit, noch mehr Zeit für individuelle Gespräche beim Kunden vor Ort zu ermöglichen. Der Außendienst ist außerdem jederzeit mit der Zentrale vernetzt und kann während seiner Beratung beim Kunden auf alle wichtigen Daten mobil zurückgreifen. Zum Beispiel, um mit Hilfe des Konfigurators vor Ort individuelle Angebote erstellen zu können. Und noch ein Wort zu unseren neuen Servicezeiten in der Osnabrücker Zentrale. Hier hat es den klaren Kundenwunsch nach längerer telefonischer Erreichbarkeit gegeben. Dem sind wir nachgekommen und haben seit dem 1. August die Service- und Auftragsannahmezeiten erheblich ausgeweitet. Und auch das ist bereits sehr positiv aufgenommen worden.

 

Sie sagten zu Beginn des Gespräches, es reiche nicht, nur gute Produkte zu entwickeln und zu vertreiben, ebenso wichtig sei der gute Service. Über die Veränderungen im Servicebereich haben wir jetzt einiges gehört, wie sieht es denn mit dem ersten Punkt, den neuen Produkten, aus. Worauf können sich TITGEMEYER-Kunden freuen?

GS: Auf die gewohnte Qualität und Zuverlässigkeit, die unsere Kunden von den TITGEMEYER-Produkten erwarten können. Nicht umsonst dürfen wir mit gewissem Stolz feststellen, das unser gutes Image in Sachen Qualität und Zuverlässigkeit nach wie vor ungetrübt ist. Das ist auch unser Ziel für die Zukunft. Für die Produktentwicklung setzen wir immer stärker auf die Entwicklungen aus unserem eigenen F+E-Bereich. Ein Beispiel hierfür ist der Einsatz der FEM-Methode bei der Konstruktion neuer Fahrzeugbauteile. Genau so wichtig sind uns aber auch die Kooperationen mit namhaften Forschungsinstituten, Hochschulen und der praxisbezogene Austausch mit OEM-Betrieben. Auf der IAA, um jetzt auf konkrete Produktentwicklungen zurück zu kommen, werden wir unter anderem die Weiterentwicklungen in den Bereichen GETO Van III und den kleineren Bruder, den GETO Van 3,5t für den Verteilerverkehr zeigen. Die Produktgruppe Dicht- und Klebstoffe wird um GETO Pur 21S erweitert – mit verbesserten technischen Eigenschaften und Vorteilen in der Verarbeitung. Auf dem ZKF-Gemeinschaftsstand werden wir über die neuen Richtlinien für Spritzschutzsysteme informieren. Und zum Thema Ladungssicherung stellt unsere Tochter TS auf einem eigenen Stand leichtere und stabilere Kleiderstangen, die BISON Style-Kleiderstangen, das neue Ladungssicherungssystem BISON SafeSide sowie Weiterentwicklungen bei den Radmutterindikatoren vor, um hier nur einen Ausschnitt zu nennen.


Vielen Dank, Herr Schöpker, für das Gespräch.

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